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Malteser Koblenz

Angehörige von Demenzkranken brauchen Unterstützung

17.09.2012

Koblenz. Zum Welt-Alzheimertag am 21. September machen die Malteser auf den Unterstützungsbedarf von Angehörigen aufmerksam, die einen Demenzkranken pflegen: "Sie sind hohen körperlichen, psychischen und finanziellen Belastungen ausgesetzt und stellen sich oftmals komplett zurück, um für ihr dementes Familienmitglied da zu sein", sagt Dagmar Reufsteck, Leiterin Demenzdienste bei den Maltesern in Koblenz.

"Die Pflegenden vernachlässigen aus Mangel an Zeit ihre Beziehung zu Freunden und Familien". Da Demenzkranke im fortgeschrittenen Stadium rund um die Uhr Betreuung benötigen, reduzieren viele ihren Stellenumfang oder geben den Beruf ganz auf, was finanzielle Engpässe nach sich zieht. "Hinzu kommt die Scham vieler Angehöriger davor, Hilfe in Anspruch zu nehmen. Sie berichten von dem Gefühl, versagt zu haben, wenn sie die Pflege nicht alleine stemmen",  so Dagmar Reufsteck weiter.
Freunde und Verwandte könnten die Pflegenden unterstützen, indem sie die Entscheidung begrüßen, sich Hilfe zu holen. "Unsere Erfahrung zeigt, dass Pflegende, aber auch die Patienten sehr von der Entlastung profitieren: Der pflegende Angehörige ist entspannter und das spürt der Kranke sofort", sagt Dagmar Reufsteck und ergänzt: "Außerdem nutzt es niemanden, wenn der Pflegende über seine Grenzen hinaus geht und irgendwann so ausgebrannt ist, dass er selbst krank wird und Hilfe benötigt."  

Die Malteser in Koblenz entlasten pflegende Angehörige mit ehrenamtlichen Angeboten: Geschulte Helfer übernehmen stundenweise die Betreuung der Demenzkranken und schenken den Pflegenden etwas Freizeit. Informationen zu dem Demenzdienst erteilt Dagmar Reufsteck, Telefon 0261-94747-31 oder per Mail: dagmar.reufsteck(at)malteser-koblenz(dot)de

 

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